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Architekturplakate von Le Corbusier

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Le Corbusier, Villa Savoye

Le Corbusier, Villa Savoye
47 x 100 cm
AP 706 -> Bestellen

Le Corbusier, Réalisations et projets

Le Corbusier, Réalisations et projets
70 x 100 cm
AP 211 -> Bestellen

Le Corbusier, Wandteppich f. Chandigarh

Le Corbusier, Wandteppich f. Chandigarh
84,1 x 84,1 cm
AP 508 -> Bestellen

Le Corbusier, Unité d'Habitation, Marseille

Le Corbusier, Unité d'Habitation, Marseille
100 x 70 cm
AP 565 -> Bestellen

Le Corbusier, Couvent de la Tourette

Le Corbusier, Couvent de la Tourette
84 x 56,5 cm
AP 707 -> Bestellen

Le Corbusier, Chapelle de Ronchamp

Le Corbusier, Chapelle de Ronchamp
70 x 50 cm
AP 236 -> Bestellen

Le Corbusier, Villa Savoye, Nord - Est

Le Corbusier, Villa Savoye, Nord - Est
70 x 50 cm
AP 235 -> Bestellen

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Le Corbusier: Wohnen, Kunst und sakrale Räume

Die sieben Architekturplakate zeigen die außerordentliche Spannweite von Le Corbusiers Werk: vom privaten Wochenendhaus über kollektiven Wohnungsbau und ein Dominikanerkloster bis zur Wallfahrtskapelle. Eine Werkübersicht und der Teppichentwurf für Chandigarh erweitern den Blick auf Städtebau und bildende Kunst. Gemeinsam dokumentieren die Motive seine „recherche patiente“ – die jahrzehntelange Suche nach einer modernen Architektur aus Raum, Konstruktion, Licht, Farbe und menschlichem Maß.

AP 706 und AP 235 · Villa Savoye in Poissy, 1928–1931

Pierre und Eugénie Savoye beauftragten Le Corbusier und Pierre Jeanneret mit einem Wochenendhaus auf einem weitläufigen Grundstück bei Paris. Die Villa wurde zum gebauten Manifest der „fünf Punkte einer neuen Architektur“: Pilotis heben den Baukörper vom Boden ab, das Tragwerk ermöglicht freien Grundriss und freie Fassade, lange Fensterbänder öffnen den Blick und der Dachgarten gibt bebaute Fläche als Aufenthaltsraum zurück. Eine Rampe entwickelt im Inneren eine promenade architecturale vom Erdgeschoss bis zum Dach.

AP 706 stellt alle vier Fassaden übereinander und macht sichtbar, wie unterschiedlich die Öffnungen innerhalb des weißen, scheinbar schwebenden Volumens reagieren. AP 235 konzentriert sich auf die Nordostansicht: Das grüne Erdgeschoss tritt hinter den Stützen zurück, während Fensterband und Dachaufbau die horizontalen Schichten des Hauses betonen.

AP 211 · Le Corbusier, Réalisations et projets

Das Übersichtsblatt verbindet Fotografien, Grundrisse, Schnitte, Perspektiven und städtebauliche Pläne zu einer kompakten Werkschau. Frühe Wohnhäuser stehen neben puristischen Villen, großen Wohnblöcken, Kultur- und Sakralbauten sowie den Planungen für Chandigarh. Dadurch werden wiederkehrende Ideen lesbar: das unabhängige Betonskelett, die Trennung von Tragwerk und Fassade, Dachterrassen, Brise-Soleil und der Modulor als Proportionssystem am menschlichen Körper. Zugleich zeigt die Gegenüberstellung, wie Le Corbusier seine Prinzipien je nach Klima, Aufgabe und Maßstab veränderte.

AP 508 · Wandteppich für den Justizpalast in Chandigarh, 1954

Nach der Teilung Indiens wurde Chandigarh als neue Hauptstadt des Punjab aufgebaut; Le Corbusier überarbeitete den Stadtplan und entwarf die Hauptbauten des Kapitol-Komplexes. Für die Grande Cour des Justizpalastes entstand 1954 dieser Teppichentwurf. Kräftige rote, orange und gelbe Felder, schwarze Formen und kleine zeichenhafte Elemente bilden eine freie, nicht perspektivische Komposition. Als textile Farbfläche setzt das Werk der monumentalen Sichtbetonarchitektur einen warmen Gegenpol entgegen und verdeutlicht Le Corbusiers Anspruch, Architektur, Malerei und angewandte Kunst zusammenzuführen.

AP 565 · Unité d’Habitation in Marseille, 1945–1952

Im Kontext des dringenden Wohnungsbedarfs nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Le Corbusier die erste Unité d’Habitation als „vertikale Stadt“. Der 135 Meter lange Bau umfasst 330 Wohnungen in 23 Typen; innere Straßen erschließen die ineinandergreifenden Maisonetten. Hinzu kommen Läden und ein Hotel sowie auf dem Dach unter anderem Kindergarten, Laufbahn und Freilichtbühne. Das nach dem Modulor proportionierte Stahlbetonskelett steht auf mächtigen Pilotis. AP 565 zeigt die lange Fassade, deren farbige Loggien und tiefe Brise-Soleil das große Volumen in einen bewohnbaren Rhythmus gliedern.

AP 707 · Couvent Sainte-Marie de La Tourette, 1953–1960

Der Dominikanerorden ließ bei Éveux nahe Lyon ein Studienkloster errichten; Pater Marie-Alain Couturier vermittelte 1953 den Auftrag an Le Corbusier. Wegen des steilen Geländes liegt der Bau nicht auf einer ebenen Plattform: Die oberen Geschosse folgen einer gemeinsamen Horizontlinie, während Pilotis und unterschiedlich hohe Bauteile zum Hang hinabreichen. Zellen, Gemeinschaftsräume, Kirche und kreuzförmige Gänge bilden eine streng organisierte Gemeinschaft. Die mit Iannis Xenakis entwickelten „pans ondulatoires“ variieren die Abstände ihrer Betonpfosten wie einen musikalischen Rhythmus. AP 707 zeigt den Gegensatz zwischen diesem bewegten Fassadenraster und der geschlossenen Masse der Kirche.

AP 236 · Chapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp, 1950–1955

Die Wallfahrtskapelle entstand auf dem Hügel von Bourlémont anstelle eines 1944 zerstörten Vorgängerbaus. Le Corbusier löste sich hier von der rechtwinkligen Klarheit seiner Villen: Gekrümmte, weiß verputzte Wände tragen ein dunkles, weit auskragendes Betondach, für das ihm ein auf Long Island gefundener Krebspanzer als wichtige Anregung diente. Unregelmäßig gesetzte Öffnungen führen farbiges Licht in den Innenraum; drei Kapellentürme und ein Außenchor dienen stiller Andacht ebenso wie großen Pilgergottesdiensten. AP 236 zeigt die plastische Südseite, an der Dach, Wand und Lichtfugen wie eigenständige Formen miteinander in Spannung treten.