Zum Vergrößern bitte das jeweilige Bild anklicken 

Architekturplakate von Dresden

 Zum Vergrößern bitte das jeweilige Bild anklicken 
Die Frauenkirche zu Dresden

Die Frauenkirche zu Dresden
68,7 x 100 cm - AP 539 -> Bestellen
30 x 40 cm - AP 006 -> Bestellen

Dresden, Zwinger

Dresden, Zwinger
59,4 x 84,1 cm
AP 332 -> Bestellen

Dresden, Semperoper

Dresden, Semperoper
84,1 x 59,4 cm - AP 342 -> Bestellen
68,7 x 49,8 cm - AP 221 -> Bestellen

George Bähr, Die Frauenkirche zu Dresden

George Bähr, Die Frauenkirche zu Dresden
84,1 x 59,4 cm
AP 129 -> Bestellen

Deutschland - PotsdamPosterPosterPosterImpressumDeutschland - Diverse

Dresdner Architektur: Barocke Stadtsilhouette und Operntradition

Frauenkirche, Zwinger und Semperoper prägen Dresdens historische Mitte auf sehr unterschiedliche Weise. George Bährs protestantischer Zentralbau und der höfische Fest- und Sammlungsbau Augusts des Starken stehen für das barocke Dresden des 18. Jahrhunderts; Gottfried Sempers Opernhaus ergänzt das Ensemble um einen Hauptbau des 19. Jahrhunderts. Die Plakate zeigen nicht nur ihre Fassaden, sondern im Fall der Frauenkirche auch Grundrisse und Schnitt – und damit die räumlichen Ideen hinter der berühmten Stadtsilhouette.

AP 539 und AP 006 · Die Frauenkirche zu Dresden

Der Dresdner Rat beschloss 1722 den Neubau der Frauenkirche und beauftragte Ratszimmermeister George Bähr. Von 1726 bis 1743 entstand ein protestantischer Zentralbau mit annähernd quadratischem Grundriss und einer nach Osten gerichteten Chorapsis. Seine vollständig aus Sandstein errichtete Kuppel, die „Steinerne Glocke“, wächst unmittelbar aus dem gedrungenen Baukörper und wird von einer offenen Laterne bekrönt. AP 539 und die kleinere Ausgabe AP 006 konzentrieren sich auf die reich gegliederte Außenansicht: hohe Rundbogenfenster, geschwungene Giebel und die mächtige Kuppel bilden eine vertikal gesteigerte Komposition.

Nach den Luftangriffen vom Februar 1945 stürzte die ausgebrannte Kirche ein. Ihre Ruine blieb jahrzehntelang als Mahnmal erhalten. Der 1993 begonnene Wiederaufbau bezog geborgene historische Werksteine ein und stellte Bährs Baugestalt wieder her; am 30. Oktober 2005 wurde die Frauenkirche neu geweiht. Die im Mauerwerk sichtbare Verbindung alter und neuer Sandsteine macht seither auch die Geschichte von Zerstörung und Wiedergewinnung ablesbar.

AP 129 · George Bährs Frauenkirche in Aufriss, Grundriss und Schnitt

AP 129 erweitert die repräsentative Ansicht um vier Grundrissdarstellungen und einen Gebäudeschnitt. Dadurch wird Bährs konstruktive und liturgische Lösung verständlich: Emporen umschließen den zentralen Predigtraum, während acht Innenpfeiler die steinerne Kuppel tragen. Im Schnitt zeigt sich die doppelschalige Kuppelkonstruktion mit innerer Kuppel über dem Kirchenraum und der weit aufragenden äußeren Steinglocke. Das Blatt verbindet damit die plastische Wirkung des Außenbaus mit der Organisation von Raum, Sichtbeziehungen und Tragwerk.

AP 332 · Der Wallpavillon des Dresdner Zwingers

August der Starke beauftragte Matthäus Daniel Pöppelmann 1709 zunächst mit einer Orangerie, aus der sich der Zwinger als höfischer Festplatz und späterer Sammlungsbau entwickelte. Architektur und der von Balthasar Permoser geprägte Figurenschmuck bilden ein Hauptwerk des Dresdner Spätbarock. AP 332 isoliert den 1716–1719 errichteten Wallpavillon: Große Rundbogenöffnungen werden von Säulen, Hermen, Figuren und bewegten Giebeln überlagert; über dem Mittelrisalit trägt Herkules die Weltkugel. Die Zeichnung macht sichtbar, wie Bauform und Skulptur beinahe ohne Grenze ineinander übergehen. 1719 wurde der Zwinger anlässlich der Hochzeit des Kurprinzen eröffnet, 1728 waren die Bauten vollendet und nahmen die kurfürstlichen Sammlungen auf.

AP 342 und AP 221 · Die Semperoper

Gottfried Sempers erstes Königliches Hoftheater entstand 1838–1841 und verband spätklassizistische Ordnung mit Formen der Renaissance. Nachdem es 1869 abgebrannt war, wurde 1871–1878 ein zweites Opernhaus nach Sempers Plänen unter der Bauaufsicht seines Sohnes Manfred errichtet. AP 342 und AP 221 zeigen dessen Hauptfassade in zwei Formaten. Der halbkreisförmige Zuschauerbau öffnet sich mit gestaffelten Arkaden zum Theaterplatz; Rustika, Säulenordnungen, Skulpturen und die bekrönende Quadriga verleihen dem Kulturbau eine festliche, zugleich klar gegliederte Erscheinung.

Die Semperoper war Schauplatz wichtiger Musikgeschichte: Unter anderem wurden hier Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ und „Tannhäuser“ sowie Richard Strauss’ „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“ uraufgeführt. 1945 wurde das Haus schwer zerstört. Der möglichst originalgetreue Wiederaufbau begann 1977 unter Chefarchitekt Wolfgang Hänsch; am 13. Februar 1985 öffnete die Oper wieder – mit Carl Maria von Webers „Der Freischütz“.